So einfach planen und realisieren Sie Ihr Sonnensegel

Sonnensegel sind sehr beliebt als unkomplizierter, leicht zu handhabender Sonnenschutz. Je nach den Anforderungen die Sie an Ihr Sonnensegel stellen, ist die Planung unterschiedlich einfach oder schwierig. Ein luftiger Sonnenschutz für heiße Nachmittage ist schnell realisiert. Ein straff gespannter, wetterfester Regenschutz muss gut durchdacht sein, und setzt gewisse Erfahrung voraus. Das Hinzuziehen eines Fachmannes kann durchaus ratsam sein.

Unser Leitfaden soll Ihnen bei der Planung ihres Sonnensegels behilflich sein:

Standortwahl

Der Standort ergibt sich natürlich aus der zu beschattenden Fläche, aber lässt sich dort auch ein Sonnensegel installieren?

Gibt es örtliche Bauvorschriften, welche die Montage von Sonnensegeln einschränken oder verbieten?

Ist die Befestigung des Segels in der notwendigen Weise möglich?

Lässt sich das Segel hoch genug an der Hauswand befestigen um das nötige Gefälle für den Wasserablauf zu gewährleisten?

Ist das Mauerwerk geeignet? Je nach Bausubstanz benötigen Sie unterschiedliches Befestigungsmaterial. Fragen Sie im Zweifelsfall einen Baufachmann um Rat!

Lassen sich an den gewünschten Stellen die Fundamente für die Masten setzen ? (Berücksichtigen Sie auch eventuell vorhandene Leitungen!)

Ist der Standort extremen Windverhältnissen ausgesetzt? Sollten öfters starke Winde vorherrschen sollten Sie ein Netzmaterial für Ihr Segel verwenden und für zusätzliche Befestigungspunkte sorgen.

Befestigungspunkte festlegen.

Um die gewünschte Fläche zu beschatten, gilt es geeignete Befestigungspunkte zu finden.
Soll die Montage auch nur Teilweise an einem Gebäude erfolgen ist besondere Vorsicht geboten. Je nach Mauerwerk, Beton, Ytong, Ziegel, Wärmeisolierung etc. gibt es geeignetes Befestigungsmaterial im Baustofffachhandel. Im Zweifelsfalle ziehen Sie bitte einen Fachmann zu Rate. Auch Balkongeländer oder Dachsparren sind, ausreichende Stabilität vorrausgesetzt, geeignet.

Wichtig ! Gefälle einplanen.

Bitte dringend beachten: In Wasserablaufrichtung müssen zwischen Hoch- und Tiefpunkt mindestens 30 % Gefälle eingehalten werden. Das heißt 30 cm je 1m Distanz. Ist das Segel also 5 m lang muss der Höhenunterschied 150 cm sein! Die Erfahrung hat außerdem gezeigt, das der Ablauf am besten an einer Ecke erfolgt, also nicht über die Mitte einer Seitenkante. Planen Sie das Segel also so, das mindestens eine Ecke den Tiefpunkt bildet und das Wasser von allen Richtungen dort abfließen kann.

Segel simulieren.

Haben Sie so geeignete Befestigungspunkte gefunden, können Sie die Seitenkanten des künftigen Segels mit einer einfachen Schnur, welche Sie eventuell mit kleinen Nägeln an den vorgesehenen Befestigungspunkten befestigen, simulieren und so die später beschattete Fläche erkennen (Spätere Masten können mit einfachen Latten simuliert werden). Auch die Wanderung des Schattens im Tagesverlauf lässt sich so verfolgen.

Spielraum zum nachspannen einplanen

Soll das Segel straff sitzen und auch gegen Regen schützen benötigen Sie an fast allen Ecken Spannvorrichtungen damit das Segel immer straff bleibt. Die Materialien dehnen sich nach geraumer Zeit so dass genügend Distanz zum Befestigungspunkt vorhanden sein sollte damit das Tuch nachgespannt werden kann. Verwenden Sie Spannschlösser dann rechnen Sie bitte die maximale Länge des Spannschlosses ein. Verwenden Sie Seilzüge berücksichtigen Sie ca. 5 % der Seitenkante bzw. Diagonalen.
Jetzt können die Befestigungselemente angeschafft und eingebaut werden.

Das endgültige Sonnensegel

Die Pfosten und Wandhalterungen sind gesetzt, die Spannschlösser oder Seilzüge eingehängt und alles ist bereit das Sonnensegel aufzuhängen. Erst jetzt ist die Zeit das endgültige Maß des Segels zu bestimmen.
Ziehen Sie dazu eine Schur oder ein Maßband rundum durch alle Befestigungspunkte. Spannschlösser auf maximale Länge, Seilzüge mit ausreichend Reserve zum nachspannen etc.
Aus diesem Schnurgerüst lassen sich alle benötigten Maße abnehmen. Messen Sie dabei eher zu knapp als zu lang! Zu große Segel kann man nicht verkleinern! Ist das Segel anfangs zu klein, kann ein zusätzlicher Karabiner oder eine Kette die Distanz überbrücken. Das Dreieck lässt sich am einfachsten bestimmen. Messen Sie alle drei Seitenkanten. Mehr braucht man nicht. Das Messen von Winkeln empfehlen wir auf Grund ungenauer Messergebisse nicht.

Vier- und Mehrecke sind dann schon schwieriger. Hier brauchen wir alle Seitenkanten und alle Diagonalen und am besten auch die Höhen der Befestigungspunkte wenn es sich um 5 oder mehr Ecken handelt.
Tragen Sie diese Maße in eine Handskizze ein. Eine dreidimensionale Skizze eignet sich am besten um dann die wirklichen Segelmaße festzulegen.
Nach dieser Zeichnung fertigen wir bei CARAVITA das Segeltuch dann für Sie an.